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Franz Pfeffer

Franz Pfeffer
Jahre des Schreckens, Tage des Glücks

292 Seiten geb., ISBN 978-3-416-03341-1
€ 36.00

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Vom Todeskampf der Weimarer Republik bis zum Dezember 1946, dem Ende seiner Gefangenschaft, spannt der Autor den erzählerischen Bogen. Der Sechsjährige erlebt einen blutigen Straßenkampf in Münster, der Zehnjährige den umjubelten Einmarsch der Wehrmacht in das entmilitarisierte Rheinland und der Zwölfjährige den fahlen Tag nach der „Reichskristallnacht“ in Düsseldorf. Die düstere Stimmung bei Ausbruch des Krieges und das Hochgefühl der Deutschen nach der Niederwerfung Polens und Frankreichs haften im Gedächtnis. Verständige Eltern, mutige Lehrer und die Kirche stehen gegen den Zeitgeist. Der Junge entzieht sich möglichst oft dem Dienst in der Hitlerjugend. Lieber vertieft er sich in die Bibliothek seiner Koblenzer Großmutter, der weisen „Frau Geheimrat“, die deutsche Geschichte und Familienhistorie zu verknüpfen weiß. Wegen eines grazilen Mädchens schwenkt der Bericht 1940 auf die andere Seite des Globus. Der deutsche Überfall auf Holland schlägt in Niederländisch-Indien auf die ansässigen Deutschen zurück. Der Vater des Mädchens wird interniert und nach Britisch-Indien geschafft. Eines der drei Transportschiffe, die „van Imhoff“, sinkt. Die Mutter führt ihre vier Kinder mit Mut und Geschick durch die Fährnisse und Frontwechsel des Krieges. Unüberhörbar, auch im einsam gelegenen Haus, sind die Schreie der von den Einheimischen niedergemetzelten Chinesen. Später, im Bergort Sarangan, an einem See vor dem Vulkan Lawu, wachsen das Mädchen und seine Geschwister einfach und sportlich in der Wunderwelt der Tropen auf. Die deutsche Niederlage nähert sich. Der Bruder des Autors ist im Atlantik verschollen. Die Vettern fallen in Russland. General Max Pfeffer, Offizier mit dem Ehrbegriff der alten Reichswehr, gerät nach der Schlacht um Stalingrad in Gefangenschaft. Franz Pfeffer, von kleinem Wuchs, wird zum Luftwaffenhilfsdienst eingezogen, um, in friedlicher Koexistenz mit russischen Gefangenen, die Farbwerke Hoechst zu schützen. Als halbfreiwilliger Kriegsfreiwilliger gegen die Anwerbung der Waffen-SS gefeit, wird der Erzähler nach kampflosem Aufenthalt in der Wehrmacht vom Strudel des Zusammenbruchs erfasst. Seine Erinnerungen an die Gefangenschaft bewegen sich zwischen Elend und Witz. So, wenn der „Pidabbeljuh“ Stefan Zweigs „Schachnovelle“ grosszügig an den stellvertretenden Lagerkommandanten verleiht, nachdem er sie vorher aus einem Bewacherzelt entwendet hat. Am Ende betrachten die Widerständler aus der Familie kritisch die neue Generation: ob sie für zukünftige Stürme gerüstet sei. Das inzwischen erblühte Mädchen wir dem Erzähler von der anderen Seite des Erdballs geraden Wegs in die Arme geweht. 



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