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Adrian Brücker
Sprache, Erkenntnis und Wissenschaft
Eine Fundamentalanalyse der Möglichkeiten und Voraussetzungen von Erkenntnis und der logischen Stadien des Erkenntnisprozesses
962 Seiten kart., ISBN 978-3-416-04018-1
€ 79.00

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Band 2: Sprache Gedanken, Tatsache und Logik
In diesem zweiten Band werden zentrale Probleme der Sprachphilosophie, analytischen Ontologie und Logik diskutiert. Die Bedeutung eines Zeichens, so ein Ergebnis dieser Analysen, wird zwar in der Tat durch seinen Gebrauch bestimmt, doch folgt daraus keineswegs, dass es sich bei ihr nicht um etwas Außersprachliches handelt. Im Rahmen der diesbezüglichen Überlegungen wird das üblicherweise eher intuitiv verwendete Konzept der „möglichen Welten“ genau ausbuchstabiert. Weiter wird festgehalten, dass die verbreiteten „holistischen“ Bedeutungskonzeptionen in den meisten Aspekten in die Irre gehen, insbesondere was die angebliche Unmöglichkeit einer klaren Trennung analytischer, synthetisch-empirischer und normativer Sachverhalte und Aussagen betrifft.
Eine Leitfrage der Untersuchung ist, ob und wenn ja inwiefern die logische Struktur der Sachverhalte durch Sprache verunklart werden kann und wird. Hierzu wird festgehalten, dass es nicht nur Diskrepanzen zwischen der semantischen „Tiefen-“ und der grammatischen „Oberflächenstruktur“ geben kann, sondern auch solche zwischen dem Bereich des sprachlich Ausdrückbaren und dem der möglichen Sachverhalte selbst. Überraschenderweise kann es aber durchaus möglich sein, solche Diskrepanzen mit den Mitteln der Sprache selbst auszudrücken, wobei zusätzlich auch die verbreitete These der Unmöglichkeit nichtsprachlichen Denkens zurückgewiesen wird. Weiter zeigt sich, dass sowohl die natürlichen Sprachen als auch die klassische Kunstsprache der Prädikatenlogik unter Problemen beider Art leiden, welche aber tatsächlich auch im Rahmen der natürlichen Sprache benannt werden können. Es wird ein Grundriss einer der logischen Sachverhaltsstruktur im Vergleich zur klassischen Prädikatenlogik genauer angepassten, die natürliche Sprache ergänzenden formallogischen Zusatzsprache entwickelt. Weitere Überlegungen beziehen sich auf den tautologisch-nichtssagenden Charakter der Logik und die Frage, warum trotz desselben logische Irrtümer möglich sind, sowie auf die Philosophie der Mathematik. Hier wird eine „analytizistische“ Position verteidigt. Schließlich werden die Überlegungen Austins, Searles u.a. zu einer eigenständigen „Handlungsfunktion“ der Sprache kritisch geprüft.  



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